Donnerstag, 18. Februar 2010

Paris Cookbook Festival


"Letzten Sonntag endete in Paris die erste internationale Kochbuchmesse" schreibt Le Temps. In Frankreich kommen, gemäss den Berechnungen von François Duvaut von der Buchhandlung Payot Rive-Gauche in Genf pro Woche zwischen 8 und 10 neue Kochbücher auf den Markt!

Allen gemeinsam ist der Trend zum gesunden und natürlichen Kochen. Oh wie schön, das heisst, ich bin im richtigen Sektor tätig :-). Eine fundamentale Änderung hat da stattgefunden meint Edouard Cointreau, Organisator der Messe. Der LOHAS (Lifestyle of Health and Sustainability) hat also auch hier Einzug gehalten. Nicht ganz billig, wenn man unbedingt das auf 3'000 Stück limitierte Kochbuch "L'art de Guy Martin" , Chef des Grand Véfour in Paris, kaufen möchte: zwischen € 500 und € 700, je nach Land. Wer es nicht kaufen möchte, kann es sich zumindest hier auf Youtube anschauen. Das ist das Extrembeispiel für eine Tendenz, die ich eigentlich schon seit geraumer Zeit zu beobachten ist (und deshalb bald keine Tendenz mehr ist ...). Kochbücher werden immer mehr zu Kunstbüchern. Vielleicht auch deshalb fand die Messe nicht auf einem sonst üblichen, profanen Messegelände statt sondern im 104, Hochburg der Pariser In-Szene, dort wo sich normalerweise Liebhaber der Art moderne auf die Füsse treten.

Ich liebe Kunstbücher (vor allem Schwarzweiss-Fotograpie). Und ich liebe Kochbücher. Nur leider verstauben sie bei mir im Regal und im Küchenschrank (hier ohne Staub!). Schade eigentlich, denn ich habe nicht nur Bücher mit ausgesuchten, nicht alltäglichen Zutaten. Aber irgendwie koche ich immer die gleichen 7 Sachen und wenn ich mal was neues ausprobiere, dann ganz bestimmt ohne Kochbuch. Doch, ab und zu schmökere ich schon in meinen, oft wunderschön anzuschauenden Büchern. Zurzeit am liebsten in den ganz ohne Bilder auskommenden Büchern "zart und deftig" von Peter Brunner. Ganz feine Sachen hat's auch im Hans Stucki - die besten Rezepte (sogar mit einem kleinen Rezeptheft, dass auch in der kleinsten Küche noch Platz findet) und in der Culinary Chronicle, Band zwei, ein Abschiedsgeschenk von meinem ehemaligen Arbeitgeber. Dann mag ich auch Alice Vollenweiders kleines Kulinarium und Kochen mit Coccolino, die Kochbücher unserer Tochter.

Wie geht es Ihnen mit Ihren Kochbüchern? Haben Sie ein absolutes Traumbuch, das Sie sogar unters Kopfkissen legen? Oder haben Sie gar eines Ihrer Grossmutter?

Keine Kommentare: